Wenn man sich vor Augen führt, wie viele Motorradmarken es eigentlich weltweit gibt, wird klar, dass die Welt der Motorräder wirklich eine ganz eigene Welt für sich ist. Seit den Anfängen der Motorrad-Ära im Jahr 1885, als die beiden deutschen Ingenieure und Konstrukteure Wilhelm Maybach und Gottlieb Daimler den sogenannten Reitwagen als eine Art Testfahrzeug für Motoren herstellten, hat sich einiges getan. In der Zwischenzeit haben unzählige Hersteller aus aller Welt eine Vielzahl eigener Modelle und Variationen konstruiert und in Serie produzieren lassen. Bemerkenswert ist, dass sogar einige der Unternehmen der ersten Stunde auch heute noch immer am Markt vertreten sind und sogar zu den besten zählen.

BMW

Das erste Modell des deutschen Fahrzeug- und Motorenherstellers BMW war die BMW R 32 von 1923. Obwohl sie bereits über ein ausgereiftes Design verfügte, wurden seinerzeit nur 3.090 Exemplare vertrieben. Das Motorrad wurde mit einer Art von innovativem Kardanantrieb und einem 3-Gang-Getriebe ausgestattet. Die R 32 wurde zum Vorbild vieler nachfolgender anderer Motorradbauer.

Ducati

Das italienische Unternehmen wurde 1926 gegründet. Als das erste vollwertige mit einem Motor betriebenen Zweirad der Marke gilt das zwischen 1946 und 1956 hergestellte Modell Cucciolo. Der Motor der Maschine wurde anfänglich als separat montierbarer Hilfsmotor vermarktet. Außerdem stellte man unter derselben Bezeichnung auch komplette Mopeds her.

Harley-Davidson

Das amerikanische Unternehmen Harley-Davidson wurde 1903 gegründet. Im Prinzip begann alles in einer kleinen Schuppenwerkstatt in Milwaukee, in der William S. Harley, der technische Zeichner, Erfinder und Unternehmer, gemeinsam mit Arthur Davidson, dem Modellbauer, an den ersten Prototypen tüftelte. Das nachfolgende Modell 1 ging 1905 in Serie und war etwa 64 km/h schnell.

Moto Guzzi

Das Gründungsjahr dieses italienischen Unternehmens war 1921. Und auch der spätere Erfolg dieser Marke ist in großen Teilen auf die Zusammenarbeit zweier Freunde zurückzuführen. Der Flugzeugtechniker namens Carlo Guzzi und sein Freund Giorgio Parodie, der als Berufspilot für das Heer tätig war, stellten in Mandelo del Lario im Keller der Guzzis mithilfe des örtlichen Schmieds den ersten Prototypen her. Er ging zunächst als das Modell 8 HP Normale in Kleinserie.

Royal Enfield

Die Geburtsstunde dieser beliebten, aus Indien stammenden Motorrad-Herstellermarke war das Jahr 1893. Anfänglich wurden jedoch keine Motorräder, sondern Präzisionsteile für Waffen und Fahrräder gebaut. Das erste Motorrad entstand 1901. Es ähnelte einem Fahrrad und verfügte über einen kompakten Motor vor dem Lenker. Das Design des ersten Motorrades geht zurück auf den Franzosen Jules Gobiet sowie Bob Walker Smith.

Triumph

Die Anfänge der britischen Motorradmarke Triumph lassen sich auf 1884 datieren. Das erste Motorrad wurde 1902 gebaut. Damals stattete man die Zweiräder noch mit Motoren des belgischen Herstellers Minerva aus. Davon kamen 500 Fahrzeuge auf den Markt. Das Nachfolgemodell mit eigenem Motor folgte 1905. Es wurde in einer Auflage von 250 Exemplaren hergestellt und hatte drei PS.

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